Eltern-Kind-Spielgruppe (bis 6 Monate)

 
Kurs-/­Veran­staltungs­nummer: 201
Kursleiterin: N. N.
Alter, Zielgruppe: bis 6 Monate
Räumlichkeiten: Haus Corneliusstraße 43 (Google-Maps)
Zeitraum: Do, 02.02.2017   - 13.07.2017
Zeiten: 10 - 11.30 Uhr
Tage, (U)Std.: 20 Tag(e), 40 (U)Stunden
Kosten: 120,00 Euro
Bildung und Teilhabe: Dieser Kurs ist förderfähig, weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Stadt Krefeld oder bei uns im Büro.
Kategorie(n): Eltern-Kind-Spielgruppen
Anmeldung
Im Wechsel von Freispiel- und Angebotsphasen knüpfen Kleinkinder erste Kontakte zu Gleichaltrigen. Ihre Eltern tauschen sich unter fachkundiger Anleitung über Fragen zur Entwicklung und Erziehung ihrer Kinder aus.

In altersgerecht eingerichteten freundlichen Räumen bieten wir Eltern und ihren Kindern in kleinen Gruppen vielfältige Anregungen und Erfahrungsmöglichkeiten.

Im Kursumfang sind ein oder zwei Elternabende enthalten.

Bei Bedarf werden weitere Gruppen, auch nachmittags, eingerichtet.
Reggio-Pädagogik. Ein Überblick

Geschichte


You can’t understand the schools in Reggio Emilia if you don’t understand the city, the community!
(Jerome Bruner)

Die Stadt Reggio Emilia liegt in der norditalienischen Region Emilia Romagna und ist situiert in einer der größten Industriegebiete Europas. Sie ist schon lange ein Ort demokratischer Tradition und war eine der ersten freien Kommunen im Mittelalter.

1912 wurde bereits der erste nicht konfessionelle Kindergarten gegründet. Während der Zeit des Faschismus mussten viele Einrichtungen aber wieder geschlossen werden.

Durch den Mut zur kraftvollen Zusammenarbeit und zu pädagogischen Initiativen für eine bessere Zukunft der Kinder und deren Rechte bildete sich in der Emilia Romagna eine sehr starke Widerstandsbewegung gegen den Faschismus und die Macht von Autoritäten. Schon bald nach dem 2. Weltkrieg wurde durch eine Elterninitiative und durch den engagierten Einsatz einer starken Frauenbewegung ein unabhängiger selbstverwalteter Kindergarten im damaligen Vorort von Reggio Emilia, Villa Cella, durch den Erlös eines liegengebliebenen Panzers gegründet.

Die Eltern und Erzieher/innen stellten sich die Frage: “Wohin wollen wir unsere Kinder erziehen?” Ihre Antwort war es, dem bis 1945 vom Faschismus bestimmten Vorschulwesen demokratische und soziale Erziehungsformen entgegen zu setzen. Daher sind heute noch demokratische Erziehung, Solidarität und gerechte Bildungschancen für alle Kinder notwendige Prinzipien in der pädagogischen Arbeit in Reggio Emilia.

Die Ideen dieser nicht traditionellen Erziehungsphilosophie wurden in die Öffentlichkeit getragen und in der Stadt präsentiert. Transparenz und Dialog waren von Anbeginn notwendige Aspekte, um von den „neuen“ pädagogischen Arbeitsweisen zu berichten. Die Aufmerksamkeit der Bürger und Politiker der Stadt wurde gewonnen, ebenso die des jungen Pädagogen und Grundschullehrers Loris Malaguzzi.

Prof. Loris Malaguzzi (1920 - 1994), Pädagoge und Schriftsteller, war von dem Projekt und vom Engagement der Bürger/innen der Stadt Reggio Emilia so begeistert, dass er sich dieser Initiative anschloss und mit Rat und Tat zur Seite stand. Er ist (Mit)Begründer, wichtiger Inspirator der Reggio-Pädagogik und war langjähriger Leiter des Koordinationsbüros der kommunalen Einrichtungen in Reggio Emilia bis zu seinem Tod im Jahre 1994. Obwohl keine Gründergestalt im traditionellen Sinne – wie Fröbel oder Montessori – hat er wesentlich zur konzeptionellen Entwicklung der kommunalen Einrichtungen und der Herantragung an die Öffentlichkeit beigetragen und „theoretische“ Gedanken mitgeliefert. Er wollte zusammenfügen, was sonst im Kindergarten getrennt war: Das Kind, seine Familie und die Umgebung.

So ist heute ein Beziehungsgeflecht aus PädagogInnen, Familien, PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen und Bürgern der Stadt und der Dialog aller an der Erziehung Beteiligten das Fundament für die Verbreitung der theoretischen und praktischen Ideen der reggianischen Bildungsphilosophie.

Philosophie

Reggio ist kein Modell oder Konzept, sondern eine neue Art des Denkens über Kinder… Es ist eine Denkweise, die nicht gelernt, aber gefunden werden kann.

Die Reggio-Pädagogik beschreibt sich selbst als kreative, fortschreitende Bewegung, wobei Beziehung und Dialog die Basis für stetige Weiterentwicklung einer qualitativen Pädagogik der frühen Kindheit sind. Kinder haben das Recht auf professionelle, qualitativ hochwertige Bildung und kompetente Pädagogen/innen!

In der Reggio-Pädagogik sprechen wir nicht von einem Modell oder Konzept, dass eins zu eins übertragen werden kann. Sie versteht sich vielmehr als ein Projekt, eine Pädagogik in Bewegung und eine offene Erfahrung, die niemals abgeschlossen sein wird, sondern immer wieder neue Impulse einfließen lässt, denn: menschliches Denken und Handeln gründet auf der Bewegung aller Menschen, Dinge und Verhältnisse.

Sozialkonstruktivistische und systemtheoretische Ideen durchdringen die Bildungsphilosophie in all ihren Prinzipien. Ideen, Theorien und Gedanken werden nicht als die absolute Wahrheit verstanden, sondern als wandelbare Konstrukte. Loris Malaguzzi hat das System der reggianischen Bildungsphilosophie als „self poietic system“ bezeichnet. Dieses System erschafft sich immer wieder selbst durch Erfahrungen und Austausch mit anderen – also durch ein in Bewegung bleiben und durch dialogische Prozesse der Kinder und Erwachsenen.

Pädagogik

„Wenn wir es uns genau ansehen, sind alle Fähigkeiten, die das Überleben von Kindern und Menschen begründen, die Fähigkeit, Beziehungen und Austausch herzustellen. Also muss sich die Pädagogik entscheiden: entweder sie stellt in den Mittelpunkt ihrer Aufgabe die Beziehung oder sie bleibt bei der alleinigen Betrachtung der Sache an sich.“
(Loris Malaguzzi)

Die Reggio-Pädagogik ist eine aus der Praxis kommende, erfahrungsoffene und experimentelle Pädagogik, welche versucht, neue Erkenntnisse aus der Lern-, Entwicklungs- und Sozialisationstheorie sowie Erziehungs- und Bildungswissenschaft laufend zu integrieren. Deswegen sind die PädagogInnen aus Reggio Emilia bestrebt, über ihr weltweites Netzwerk an BildungsexpertInnen und den Austausch mit diesen, immer wieder neueste Entwicklungen nach kritischen Analysen und pädagogischen Diskussionen aufzunehmen und umzusetzen. Sie orientiert sich u. a. an Theorien von Gardner, Dewey, Piaget, Vygotski, Bruner, Freinet und Watzlawick, folgt einem humanistischen Menschenbild sowie einer basisdemokratischen Gesellschaftsvorstellung. Die kollektive Gemeinschaft ist Antrieb dieser Pädagogik des Werdens und der Bewegung und integriert ganz selbstverständlich Partizipation und Solidarität als wichtigste Werte. Die Gleichberechtigung von Mädchen und Buben, von behinderten und nichtbehinderten Kindern und die Einbeziehung von männlichen Fachkräften ist eine Selbstverständlichkeit.

Gelebte Partizipation als Grundelement in der Reggio-Pädagogik bedeutet auch die Abflachung von Hierarchien und das Recht aller Beteiligten pädagogische Prozesse mitzugestalten und regelmäßig aktiv zu konstruieren.

Das kompetente Kind und sein Recht auf Begleitung, Unterstützung und Bildung stehen dabei im Mittelpunkt, unabhängig von seinen körperlichen, sozialen und gesellschaftlichen Voraussetzungen. In der Reggio-Pädagogik ist es zentral, die Bildungspotenziale von Kindern zu aktivieren, zu stärken und nachhaltig zu sichern.
Quelle: Reggio-Pädagogik
Eltern-Kind-Spielgruppen


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Weitere Informationen zum einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA: www.sepadeutschland.de

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