Tanz, Orientalischer Tanz, Tanztheater

 
Geschichte des orientalischen Tanzes

Der Ursprung des Bauchtanzes liegt bei den Pygmäen im Inneren Afrikas. Sie haben zahlreiche traditionelle Tänze, wie Hochzeits-, Fruchtbarkeits- und Geburtstänze, bei denen sie das Becken intensiv bewegen. Die Pygmäen kamen als Sklaven an den Hof der Pharaonen und brachten ihren Tanzstil so nach Ägypten.

Mit der Einführung des Harems veränderte sich auch die Bedeutung des orientalischen Tanzes. Frauen setzten ihn ein, um die Gunst des Sultans zu gewinnen und dadurch Macht und Einfluss zu bekommen.

Zu uns nach Europa kam der Bauchtanz aus den USA und begann mit einem Skandal. Auf der Weltausstellung in Chicago 1893 führte die Tänzerin "Little Egypt" mit einer Gruppe von Frauen Bauchtanz vor. Die Vorführung löste einen öffentlichen Eklat aus.

Mittlerweile gibt so viele verschiedene Bauchtanz-Richtungen, Stile und Interpretationen, wie es Charaktere und Temperamente gibt.

Wissenschaftliche Betrachtung des Bauchtanzes

Bauchtanz sieht so leicht und elegant aus, dass die Anstrengung, die dahinter verborgen, ist leicht verkannt wird.
Jeder, der einmal Bauchtanz probiert, spürt am eigenen Leibe, wie etliche Muskeln beansprucht werden. Die Sportwissenschaft ermittelte besonders intensive Reaktionen bei Bauch-, Rücken- und Gesäßmuskulatur. Bei den unterschiedlichen Übungsformen ließ sich erkennen, dass selektiv einzelne Muskelgruppen, aber auch Muskelketten in ihrer Gesamtheit aktiviert werden.
Regelmäßiger Bauchtanz von rund 60 Minuten Dauer trainiert nicht nur die Muskeln, sondern auch Herz und Kreislauf. Damit kann orientalischer Tanz sogar als Ausdauertraining genutzt werden, vergleichbar in seiner Wirkung etwa dem Joggen oder Radfahren. Gemeinsam mit einer fettarmen Ernährung lässt sich auf diese Weise die Figur verbessern.

Bauchtanz ist viel mehr als reine Körpergymnastik:

Es werden Muskeln angesprochen, deren Existenz man nicht einmal ahnt und die in üblichen Fitnessübungen nicht berücksichtigt werden. Das stärkt das Gefühl für den eigenen Körper ungemein. Außerdem sind Bauchtanzbewegungen fließend. Wer viel tanzt, strahlt diese Schönheit mit der Zeit auch aus.

Orientalischer Tanz unterstützt die weibliche Entwicklung

Bauchtanz als Geburtsvorbereitung:
Die Tradition des orientalischen Tanzes, in der das Wissen um die Heilkunde der Frauen über Schwangerschaft, Geburt und Säuglingspflege weisen Frauen unterstand, bringt Frauen wieder in den Kontakt mit ihrer weiblichen Kraft und Freude. Der Tanz unterstützt jede Frau in den Entwicklungsphasen des wachsenden Lebens.

Was wäre der Tanz ohne Musik?

Die orientalische Musikrichtung ist heute auch in den Charts zu finden. Selbst der Tango, der sich lange Zeit abgeschottet hat, hat orientalische Klänge angenommen. Es gibt kaum einen Videoclip, in dem nicht mit den Hüften geschwungen wird.

Typische Musikinstrumente

Die Ud (arabisch: Holz):
Die Ud ist eine Kurzhalslaute mit 5 Saiten. Sie ist ein Hauptträger der arabischen Musik-Tradition.

Die Nai (Näi, Nay, Ney):
Die Nai ist ein traditionelles Instrument der arabischen und türkischen Musik. Die Längsflöte besteht aus einem an beiden Enden offenen Bambus- oder Schilfrohr und verfügt auf der Vorderseite über 6 Löcher, auf der Rückseite über ein Loch.

Mizmar (Mizmar Baladi, Muzmar):
Die Mizmar ähnelt unserer Klarinette oder Oboe und ist in allen arabischen Ländern verbreitet. Dieses volkstümliche Blasinstrument verfügt über einen wahrhaft durchdringenden Klang und wird, wie der Zusatz "Baladi" bereits sagt, ausschließlich in der Volksmusik, nicht jedoch in der Kunstmusik verwandt. Besonders oft begegnet sie uns in der Saidi- und Baladi-Musik.

Darbukka (auch Tabla, Darabukka, Darbuka, Derbuka, Dumbek, Dumbec, Doumbek, Doumbec, Dunbak, Durbakke):
Die Darbukka ist für uns Tänzerinnen wohl das wichtigste Instrument überhaupt. Die becher- oder kelchförmige Trommel wird traditionell aus Ton gefertigt und mit Ziegen- oder Schafhaut bezogen.

Riqq (Reqq Reque):
Der Riqq ist eine Schellentrommel mit einer Membran aus Fisch- oder Ziegenhaut.

Die Zimbel (arabisch: Sagat, Zagat, türkisch: Zills):
Zimbeln gibt es in allen Größen, Formen und Metalllegierungen.
Zur Zeit bieten wir in dieser Kategorie folgende Kurse an:
118 Theaterprojekt 10.08.2021 - 12.08.2021
133 Tanz- und Theaterwerkstatt 03.02.2021 - 30.06.2021
170 Orientalischer Tanz für Mädchen ab 5 Jahre 04.02.2021 - 01.07.2021
171 Orientalischer Tanz für Kinder in Familienzentren
173 Orientalischer Tanz für Kinder im offenen Ganztag an Grundschulen